Unsere Drittliga-Volleyballer haben im Auswärtsspiel gegen den VV Humann Essen II absolute Nervenstärke bewiesen. Mit einem hart umkämpften 3:1-Sieg (29:27, 25:16, 20:25, 33:31) im Gepäck kehrte das Team von Trainer Torsten Busch am Samstag Abend zurück. Durch diesen wichtigen Erfolg klettert die VSG vorübergehend auf den 5. Tabellenplatz und erarbeitet sich ein Drei-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge.

Holpriger Start und ein Weckruf zur richtigen Zeit
Unter dem Motto „Never change a winning team“ vertraute Busch seiner Startformation aus dem siegreichen Spiel gegen Lintorf: Julian Laabs im Zuspiel, Anton Klots auf der Diagonalposition, Bjarne Fischer und Torge Damke im Außenangriff, Bengt Jacobs und Sören Riewe im Mittelblock sowie Lennart Röber als Libero. Dennoch erwischte das Team einen schlechten Start in die Partie. Bereits bei Rückständen von 5:8 und 6:11 sah sich Busch zu frühen Auszeiten gezwungen: „Das war nicht der Volleyball, den wir spielen wollten. Du musst gegen diese erfahrene Mannschaft sehr druckvoll agieren und kannst nicht auf Fehler hoffen.“ Die deutlichen Worte zeigten Wirkung. Die Ammerländer glichen zum 11:11 aus und gingen zwischenzeitlich mit 19:16 in Führung. Essen blieb jedoch dran und glich erneut aus (22:22). Busch brachte Youngster Joshua Henkel für Torge Damke aufs Feld. In der packenden Crunchtime mussten die Ammerländer zunächst drei Satzbälle abwehren, bevor der nicht nur in dieser Phase überragende Bjarne Fischer mit einem Aufschlagwinner den zweiten eigenen Satzball erspielte. Bengt Jacobs machte den Sack schließlich mit einem umjubelten Blockpunkt zum 29:27 zu.
Aus einem Guss – und ein kleiner Durchhänger
Der zweite Satz ist schnell erzählt: Nach einer starken Aufschlagserie von Joshua Henkel zog die VSG schnell auf 7:1 davon und spielte fortan wie aus einem Guss. „Das war ein ganz starker Satz von uns. Wir haben sehr gut aufgeschlagen, standen gut im Block und in der Feldabwehr und haben im Angriff viel Druck gemacht“, lobte der Trainer nach dem deutlichen 25:16.

Im dritten Durchgang sah es bis zum 17:15 ebenfalls gut aus, doch dann schlichen sich Fehler ein. Der VSG fehlte nun die letzte Entschlossenheit in Aufschlag und Angriff, sodass der Satz letztlich mit 20:25 abgegeben werden musste.
Zander wird zum Matchwinner
Der vierte Satz entwickelte sich zu einem wahren Volleyball-Krimi. Lange liefen die Ammerländer einem Zwei-Punkte-Rückstand hinterher, bis die Einwechslung von Torge Damke für Anton Klots neue Energie entfachte. „Torge hat das Team noch einmal richtig angezündet und mit purer Gewalt gepunktet“, schwärmte Zuspieler Julian Laabs. Das Team glich aus und erspielte sich bei 24:22 zwei Matchbälle. Joshua Henkel scheiterte jedoch zwei Mal im Außenangriff. In dieser heißesten Phase des Spiels kam Routinier Jens Zander für Henkel aufs Feld. Die VSG musste zwei Essener Satzbälle abwehren, bevor Zander zum Mann des Moments wurde: Erst blockte er die Finte des Essener Zuspielers zum sechsten Satzball (32:31), dann verwandelte er diesen aus der Abwehr heraus mit einem schwierigen Außenangriff zum umjubelten 33:31-Sieg.
Ein Sieg des Kollektivs
„Jens hat zwar nicht viele Bälle gespielt, aber am Ende die ganz wichtigen Punkte gemacht“, freute sich Busch, betonte aber sofort: „Es war ein Erfolg der ganzen Mannschaft. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen!“ Ein Sonderlob ging an die Bankspieler Kevin Lange sowie Maiko und Tammo Dames aus der Zweiten, die das Team von außen unermüdlich pushten. „Die sind heute wahrscheinlich alle heiser“, schmunzelte der Trainer.
Bis Montag darf das Team diese wichtigen drei Punkte feiern, dann beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen die Rhein-Sieg Volleys II. Am kommenden Sonntag, den 1. November, um 16 Uhr wollen die Ammerländer in Westerstede in den Wochen der Wahrheit den nächsten wichtigen Sieg holen.
