Kampf gegen die Comeback-Spezialisten: Erste will in Essen punkten

Drei Niederlagen, zwei Siege und der achte Tabellenplatz – so lautet die bisherige Bilanz der VSG Ammerland. Am kommenden Samstag um 16 Uhr steht für die Ammerländer das nächste richtungsweisende Auswärtsspiel auf dem Programm. Es geht gegen die Bundesligareserve des VV Humann Essen, die aktuell mit drei Siegen und zwei Niederlagen auf Platz 7 rangiert.

Ein gute Blockarbeit, wie hier von Bengt Jacobs und Torge Damke, wird auch gegen Humann Essen wichtig sein.

Für VSG-Trainer Torsten Busch stehen nun die entscheidenden Spiele an: „Wir haben gegen die Top-Teams der Liga verloren und die beiden Tabellenschlusslichter geschlagen. Die nächsten Wochen werden zeigen, wo wir wirklich stehen.“

Zu Gast bei den Tiebreak-Königen

Mit Humann Essen II wartet ein ganz besonderer Gegner auf die Ammerländer. Die Essener haben sich in dieser Saison bereits den Ruf als unangefochtene Tiebreak-Könige der Liga erarbeitet. Gegen Baden, Hannover und Bremen gewann das Team jeweils im fünften Satz – und das, nachdem sie in allen drei Partien bereits mit 0:2-Sätzen zurücklagen. „Konditionelle Probleme scheinen sie nicht zu haben“, kommentiert Trainer Busch diese beachtliche Aufholjagd-Statistik mit einem Schmunzeln.

Humann Essen ist eine absolute Volleyball-Hochburg in Nordrhein-Westfalen. Der Verein ist ab der 2. Bundesliga mit Mannschaften in sämtlichen Ligen vertreten und profitiert von einer hervorragenden Jugendarbeit. In der Drittliga-Mannschaft versammeln sich die Routiniers des Vereins – Spieler, die schon höherklassig aufgeschlagen haben. Einige von ihnen kennt Busch noch aus gemeinsamen Zweitliga-Zeiten. Auf der offiziellen Spielerliste stehen unfassbare 25 Akteure, in der Realität sind es womöglich sogar noch mehr. „Sich auf Essen gezielt vorzubereiten, ist schwierig bis unmöglich. Du weißt ja nicht, wer bei ihnen auf dem Spielfeld steht“, beschreibt Busch den kommenden Gegner als Wundertüte. Eines stehe jedoch fest: „Volleyball spielen können die alle!“

Fokus auf das eigene Spiel – Jargow und Henkel zurück

Da der Gegner schwer auszurechnen ist, richtet Busch den Fokus voll und ganz auf sein eigenes Team. Die Leistung in Aufschlag und Annahme werde in Essen entscheidend sein, prophezeit der Trainer. Personell gibt es im Kader der Ammerländer Licht und Schatten. Im Mittelblock bleibt die Personaldecke eng, da Marcel Marks und Tom Osterkamp weiterhin verletzt ausfallen. Ansonsten entspannt sich die Lage: Zuspieler Jannis Jargow und Youngster Joshua Henkel kehren in den Kader zurück und bieten Busch wieder mehr Alternativen.

„Wir denken von Spiel zu Spiel. Ziel ist es, mehr Konstanz in unser Spiel zu bekommen. Phasenweise spielen wir schon richtig guten Volleyball“, sieht Busch sein Team auf einem guten Weg. Nun gilt es, in den ausgerufenen „Wochen der Wahrheit“ nicht vom Weg abzukommen und in Essen die nächsten wichtigen Punkte einzufahren.

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