Wir sind Meister! Wie geil ist das denn!

VSG Ammerland II wird Oberligameister

Heldentaten müssen besungen werden! So kommt er zwar spät aber er kommt der Lobgesang auf unsere 2. Herren. Die ihre „Sofa-Meisterschaft“, wie die NWZ jüngst titelte, nur mit Schützenhilfe vom VfL Wildeshausen, sichern konnte. Dieser bezwang nämlich am vergangenen Wochenende den selbsternannten Meisterschaftsfavoriten TV Baden II mit 3:2 und sorgt so dafür, dass die VSGer tatsächlich auf dem heimischen Sofa ihre Meisterschaft feiern konnten.

Diesen Titel aber einzig und alleine dem Sieg des VfL gegen den TV Baden zuzuschreiben, würde der Leistung unseres Teams bei weitem nicht gerecht. Über die Saison betrachtet, gewann die Mannschaft um Kapitän Alex Janssen sieben ihrer acht Spiele, drei davon erst im Tiebreak, unter anderem auch gegen die schärfste Konkurrenz aus Baden. Dem gegenüber steht nur eine Niederlage. „Dann ist man am Ende verdient Meister auch wenn man es nicht mehr selbst in der Hand hatte!“ resümiert Trainer Arne Döpke.

Neben diesen nüchternen Fakten hat die Saison aber einige Geschichten zu erzählen, die sicherlich in Erinnerung bleiben. Unvergessen der Heimspieltag im November der nach über viereinhalb Stunden Spielzeit und mehr als 400 gespielten Punkten zwei „souveräne“ 3:2 Siege einbrachte, die konditionelle Spitzenverfassung von Lars Achtermann unterstrich und Focko alias Ficki zur Gummiwand mutieren ließ. Oder das Derby gegen den OTB II, wie immer eine heiße Kiste, in dem der Legende nach Alex Janssen, beinahe gegnerische Knochen gebrochen hätte, dann doch keine Schramme beim Gegner zu sehen war, Alex aber trotzdem mit einer Gelbroten Karte pausieren durfte. Dass die Ü 40 (Dirk Machau, Jan-Hendrik Junker und Olaf Kreike) in diesem Spiel brillierten und Fred Hofsäß seinen ersten völlig souveränen Oberligaeinsatz für uns absolvierte, geriet dabei schon fast zur Nebensache. Genauso wie die Tatsache, dass Christian Anders zwar manchmal richtig kacke trainiert aber auf dem Feld voll da ist wenn man ihn braucht. Apropos Nebensache. Während der Saison haben es Trainer und Mannschaft noch ganz nebenbei  fertig gebracht, den erst 17 jährigen Mathes Plantör ins Team zu integrieren. Mit fast gar keiner Volleyballerfahrung aber jeder Menge Talent kam er im Dezember in die Halle, um bereits im März sein erstes Punktspiel zu bestreiten. Sein erster krachender Angriffspunkt gehört wohl zu den am lautesten bejubelten Punkten in der Oberligahistorie. Mögen noch viele weiter folgen. So ließe sich hier wohl auf jeden Spieler ein Loblied anstimmen. Das würde hier aber den Rahmen sprengen und diese Loblieder werden dann auf der anstehenden Meisterschaftsfeier angestimmt!

Diese kleinen Geschichten sind es, die zusammen mit dem super Teamspirit dafür gesorgt haben, dass am Ende der Saison ein Meistertitel steht und wir es mal wieder geschafft haben einen Spieler soweit voranzubringen, dass er im nächsten Jahr für die erste Mannschaft aufschlagen darf. Focko Alex wird uns in diese Richtung verlassen. Das sehen wir mit lachenden Augen. Ein weinendes Auge schmeißen wir Philip Wilken hinterher, den es beruflich und privat in Richtung Vechta verschlägt. Über Jahre war er ein sicherer Rückhalt auf der Liberoposition. Danke für die tolle Zeit.

So bleibt nach dieser Saison nur zu eins zu sagen: 

Wir sind Meister! Wie geil ist das denn! Zum Meisterkader 2021/22 gehören: Lars Achtermann, Alex Focko, Christian Anders, Reno Boecker, Jan Budroweit, Lukas Gabrisch, Jannik Gundlach, Walter Herzog, Fred Hofsäß, Dennis Huber, Alexander Janssen, Jan-Hendrik Junker, Olaf Kreike, Dirk Machau, Marius Meyer, Marcel Wendler, Matthias Wilde, Philip Wilken und Trainer Arne Döpke

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