Das Derby ist ein echtes Spitzenspiel

Sportpraktiker vertreten oft die These: Kein Training, und sei es noch so zielgerichtet, kann die Wettkampfpraxis ersetzen. So gesehen gehen die Volleyballer von der VSG Ammerland mit einem Quäntchen mehr Erfahrung in das Derby mit dem Oldenburger TB. Die Oldenburger haben in sechs Spielen 21 Sätze absolviert, Gastgeber VSG hingegen hat es schon auf 25 gebracht. Niemand in der Regionalliga bietet mehr

Allerdings haben die Oldenburger vor dem Derby an diesem Sonntag um 16 Uhr in der großen Halle des Schulzentrums in Bad Zwischenahn die Ammerländer vom ersten Platz verdrängt, mit 16 Punkten gegenüber 14. Beide haben nur einmal verloren: Der OTB mit 2:3 im Hinspiel gegen die VSG, die Ammerländer gegen SVG Lüneburg II ebenfalls mit 2:3.

Das Hinspiel war eine enge Kiste. „Wir durften den vierten Satz nicht verlieren, haben wir aber“, erklärt Trainer Torsten Busch. Der Zwischenstand von 2:2 kostete einen Punkt. Die Oldenburger haben sich inzwischen stabilisiert. Sicherlich trägt dazu der vom Zweitligisten TuB Bocholt gekommene Außenangreifer Yannick Ahr bei. 

OTB-Trainer Jörg Johanning spricht schon von einer Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen. Busch hält sich da eher zurück: „Erst in der Runde mit den drei Besten der Südstaffel wird der Aufstieg in die 3. Liga entschieden. Aber der Verlierer des Derbys fällt natürlich schon etwas zurück. Auf jeden Fall müssen wir gegenüber dem Hinspiel eine ordentliche Schippe drauflegen.“

Bei aller guten Nachbarschaft: Das Derby birgt auch deshalb Brisanz, weil mehrere Spieler beider Teams auch schon für die andere Mannschaft aufgeschlagen haben. „Da muss uns niemand zusätzlich anstacheln“, meint VSG-Außenangreifer Thomas Adelmann. „Wir sind gut drauf.“ Kapitän Jens Zander ergänzt schmunzelnd: „Und mit unseren neuen Trikots haben wir noch keinen Satz verloren.“

Das Derby lockte schon bis zu 400 Zuschauer an. Diesmal sind nur 150 zugelassen, nach den Vorschriften der 2G-plus-Regel. Schnelltests noch an der Halle sind aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Es lässt sich noch eine andere Sport-Weisheit anführen: Für den Erfolg gibt es keinen Ersatz! „Die wollen wir natürlich am Sonntag für uns in Anspruch nehmen“, nickt Busch.

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