Perfekte Dramaturgie: Finale um Platz zwei


Es sieht fast nach einer perfekten Dramaturgie aus. Die VSG Ammerland hätte den zweiten Platz in der Volleyball-Regionalliga am drittletzten Spieltag schon sicherstellen können. Doch sie verlor 0:3 bei den Vallstedt Vikings - und folglich gibt es am Sonntag in Bad Zwischenahn ein "Endspiel" um die Vizemeisterschaft. Um 16 Uhr erwarten die Ammerländer (33 Punkte) in der großen Halle des Schulzentrums den direkten Verfolger GfL Hannover (30 Punkte).

Die hämische Einschätzung, dass ein Zweiter in einer Liga ja eigentlich nur der erste Verlierer sei, trifft in diesem Falle eher nicht zu. Die Bundesliga-Reserve der Giesen Grizzlys als längst enteilter Meister wird zwar in die Dritte Liga aufsteigen. Doch abhängig von der Zahl der Absteiger aus der Zweiten Bundesliga in die Dritte Liga West winkt den Regionalliga-Vizemeistern noch eine Aufstiegs-Relegation. "Die ist unser Ziel", sagt VSG-Trainer Torsten Busch.

Er weiß, dass sich ihm und den Zuschauern am Sonntag eine ganz andere Konstellation bieten wird als in Vallstedt. Über nicht ganz ernsthaft geäußerte Vermutungen zum Heimfinale der Saison muss "Buschi" schmunzeln. "Ja, ja," sagt er lachend, "vor drei Wochen hatten wir ja auch USC Braunschweig zu uns aufschließen lassen, um die Gäste dann in einem einseitigen Spitzenspiel 3:0 abzufertigen."

Im Ernst: "Wir Ammerländer haben eine starke Truppe", sagt der Trainer. "Aber so stark, dass sie solche Spielchen für die Spannung in der Tabelle einfach mal einstreuen könnte, ist sie denn doch nicht." Ohne Thomas Adelmann und Lennart Göhring kein Libero, ohne Sönke Meyer und Niklas Paschke kein Diagonalspieler, ohne Timo Pundt und Dirk Achtermann nur zwei Außenangreifer und in Arne Tyedmers ein angeschlagener Zuspieler: Das reichte auch beim Fünften nicht. "Und dann haben wir im ersten Satz auf dem Weg zum am Ende negativen Ausgang mit 30:32 auch noch jede Menge Chancen zum Satzgewinn und zu einer möglichen anderen Richtung im Spiel verpatzt", merkt Busch an.

"Sei’s drum,", sagt Mannschaftsführer Jens Zander, "wird sind frohen Mutes, wir werden den Kader fast komplett zusammen haben, wir spüren gerade in Bad Zwischenahn die Zuschauer intensiv nahe, weil sie dichter am Spielfeld sitzen." Die Relegationsspiele wären auch wichtig, selbst wenn an ihrem Ende jetzt noch nicht der Aufstieg stünde. "Wir wollen in absehbarer Zeit in die Dritte Liga zurück", erklärt der Trainer. "Da sind hochrangige Zusatzspiele für die Weiterentwicklung des Kaders wertvoll."  

 






















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