Plötzlich Spannung in der Regionalliga


Die Volleyballspieler der VSG Ammerland sind durchaus lustige Typen. Aber mit etwas Pech könnte ihnen am Saisonende in der Regionalliga das Lachen vergehen. 2:3 und 0:3 sind die letzten beiden Spiele ausgegangen – und plötzlich gerät der fast schon sicher in Beschlag genommene zweite Platz in Gefahr. Es droht eine Variante des bekannten Schmähgesangs: "Giesen heißt der Meister, Braunschweig wird noch Zweiter, Ammerland nur Dritter, oh wie ist das bitter!"

"Immer mit der Ruhe!“ beschwichtigt Trainer Torsten Busch. "Es sind noch sechs Spiele offen, und von unseren Konkurrenten haben wir das beste Restprogramm." Das geht an diesem Sonntag in der Halle des Zwischenahner Schulzentrums los. Gast ist um 16 Uhr der VC Osnabrück. Der Aufsteiger steckt erwartunsgemäß im Abstiegskampf. Neun Punkte hat er auf dem Konto - die Ammerländer zählen 24. Sie sind also Favorit und vor allem auch erfahren genug, die Anforderungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Mit ebenfalls 24 Punkten ist USC Braunschweig II den Ammerländern auf die Pelle gerückt. Dahinter lauern die Vallstedt Vechelde Eagles mit 23 und GfL Hannover mit 22 Punkten. "Das mag ja eng aussehen", sagt Mannschaftsführer Jens Zander. "Ein bisschen mehr Spannung als bisher schadet ja auch nicht."

Warum die VSG gelassen bleibt, erklärt der Trainer: "Alle Konkurrenten treten noch gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Giesen Grizzly II an. Braunschweig und Hannover müssen noch zu uns. Nur nach Vallstedt müssen wir noch." Und ganz wichtig: "Da mögen sich Konkurrenten an uns rangepirscht haben. Das heißt aber nicht, dass wir schwächer geworden wären."

Die Trainingswoche stimmt ihn optimistisch: "Wir haben gut trainiert, die Schwerpunkte im Aufschlag und in der Annahme gesetzt." Zwar fehlte Sönke Meyer wegen Krankheit, dafür ist aber Jungvater Niklas Paschke wieder ins Training eingestiegen und hat gleich gezeigt, dass er nicht an Schlaghärte verloren hat. Sorgen bereiten dem Trainer die anhaltenden Knieprobleme von Zuspieler Jannes Jargow und Youngster Timo Pundt: "Ich hoffe, dass beide am Wochenende spielen können."

Abhängig von Aufstieg und Abstieg zwischen 2. Bundesliga und 3.Liga kann der Regionalliga-Zweite auf eine Aufstiegs-Relegation gegen den West-Vizemeister hoffen. „Das ist für uns schon ein griffiges Ziel“, sagt der Kapitän. Natürlich sind die VSG-Spieler im Volleyball stärker als im Singen. Aber ein vollmundiges "Ammerland ist Zweiter" wollen sie sich Anfang März nicht entgehen lassen. Ein anderer wird dann, oh wie bitter, Dritter.  






















Datenschutzerklärung | Impressum