Tie-Break-Sieg zum Rückrundenstart in Hildesheim


Die Regionalliga-Volleyballer der VSG Ammerland sind mit einem 3:2 Tie-Break-Sieg (26:24, 25:12, 21:25, 22:25, 15:11) gegen MTV 48 Hildesheim in die Rückrunde gestartet.

Gegen den Absteiger aus der Dritten Liga der Vorsaison brauchte es ganze 106 Spielminuten, bis der Sieg errungen war. Die Hildesheimer, die überraschend schwach in die Saison gestartet waren, haben sich im Vergleich zum Hinspiel (3:0 für die VSG) deutlich verbessert gezeigt. Mit wiedergenesenem Hauptangreifer und starken Nachwuchsspielern dürfte sich das Team in der Rückrunde von den Abstiegsplätzen fortbewegen.

Die Ammerländer waren mit nur zehn Spielern nach Hildesheim gereist. Ein Tag nach Freitag dem 13. galt es zu sehen, ob der Rückrundenstart glücken sollte. Während der Anfahrt wurden bereits erste Indizien ausgewertet. Ein schlechtes Omen zeigte sich zu Fahrtbeginn am Westkreuz. Die verbal ausgedrückte Bewunderung über die professionelle Halterung des Smartphones von Busfahrer Bengt Jacobs, führte auf magische Weise im selben Atemzug zum Herabfallen des Geräts. Immerhin blieb es intakt und der Ort des Verlustes war direkt bekannt; anders war es am Donnerstag noch dem Gerät eines VSG-Zuspielers ergangen.

Pech dann kurz darauf auch für Feinschmecker Sönke Meyer: Dank großzügig kalkulierter Fahrtzeit weilte die Mannschaft längere Zeit beim Rasthof-Bäcker nahe der Autobahn bei dem es das eisgekühlte Lieblingsgetränk des Diagonalangreifers gibt. Leider waren die Eiswürfel aus, sodass er es warm trinken musste. Sollte Sönke so cool genug für das Spiel werden können?

Das Blatt wendete sich aber direkt darauf mit dem kostenlosen Erhalt von Brötchen, die dort vor der Entsorgung gerettet werden mussten und von den VSG-Männern dankbar verspeist wurden. Wie schnell sich etwas ändern kann, musste auch ein Nachwuchs-Fußballexperte leidvoll erfahren. Die anfängliche Euphorie über die Führung von Werder, bei einer Traum-Wettquote, schlug rasch ins Gegenteil um.

In Hildesheim angekommen, konnten die Ammerländer noch im VIP-Bereich den Rest des Dritte Liga Damen Spiels anschauen und die besondere Hallenluft schnuppern. Das Spiel ging in den Tie-Break, ein weiteres Omen?

Nachdem auch Zuspieler Arne Tyedmers den verwinkelten Weg in die Halle gefunden hatte, ging es schließlich an den Ball. Trainer Torsten Busch begann mit Arne Tyedmers im Zuspiel, Sönke Meyer (Diagonal), Johannes Möller und Simon Adelmann (Mitte), Timo Pundt und Jens Zander (Außen) sowie mit Thomas Adelmann als Libero. Beide Mannschaften punkteten sicher aus der eigenen Annahme und bekamen die Gegner im Block nicht zu fassen. Keine Mannschaft konnte sich mehr als drei Punkte absetzen. Busch wechselte Bengt Jacobs für Möller (18:16) ein und brachte mit Jannis Jargow für Meyer (19:19) zwei Zuspieler auf das Feld. Zwei Satzbälle des Gegners konnten abgewehrt werden. Möller kehrte beim 23:24 als Aufschläger zurück und rettete mit drei mutigen Angaben den Satzgewinn für die VSG.

Satz zwei glückte bei unveränderter Startformation deutlich besser für die Ammerländer. Hildesheim wurde schnell durch knappe Entscheidungen zugunsten der Gäste aus dem Spielfluss gebracht. Der Satz wurde konsequent zu Ende gespielt. Drei Punkte in Folge in der Mitte durch Simon Adelmann sorgten für ein schnelles Satzende.

Satz drei begann erneut mit denselben VSG-Spielern auf dem Feld. Bei 8:9 verletzte sich ein Hildesheimer Spieler. Nach der folgenden längeren Unterbrechung fanden die Hausherren trotz oder gerade wegen zusätzlicher roter Karte besser zurück ins Spiel als die Ammerländer. Busch führte den Diagonalwechsel mit Jargow für Meyer und Laabs für Tyedmers (14:12, 20:17) durch. Zum Abschluss kassierte die VSG sechs Aufschläge in Folge, was für Hildesheim zum Satzbeginn führte. In dieser Phase wackelte die VSG-Annahme und die dennoch erspielten Angriffsmöglichkeiten führten zu keinen direkten Punkten.

Ähnlich verlief Satz vier. Busch führte beim 6:9 den Diagonalwechsel durch, ließ beim Rückwechsel aber Jargow auf dem Feld, sodass der Satz mit zwei Zuspielern zu Ende gespielt wurde. Auf diese Weise waren immer drei VSG-Spieler auf den vorderen Angriffspositionen, aber auch die etatmäßigen Zuspieler konnten im Angriff nicht punkten. Hildesheim hingegen war vor allem durch kraftvolle Bälle über die Mitte erfolgreich.

Ob der Rückrundenstart glücken sollte, musste also im Tie-Break entschieden werden. Hier kam die VSG gut ins Spiel. Tyedmers gelangen 5 Aufschläge in Folge, die VSG konnte mit einer 8:2 Führung die Seite wechseln. Der Vorsprung schmolz allerdings langsam dahin. Bei 10:7 Führung stellte Busch durch den Wechsel von Jargow für Meyer wieder auf das 4:2 System um. Bis zum Rückwechsel (11:11) hatte Hildesheim wieder ausgeglichen. Der Befreiungsschlag gelang dann schließlich durch einen Angriffs-Pundt (12:11) und darauf mit Tyedmers im Aufschlag. Vier Punkte in Folge sicherten schließlich den Sieg und bewahrten auch vor einem verunglückten Rückrundenstart.






















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