Trainer hasst Eigentlich-Spiele


Die Bundesliga-Reserve der Grizzlys Giesen ist in der Volleyball-Regionalliga erst einmal der Konkurrenz enteilt. Doch unsere Erste hechelt dem ungeschlagenen Spitzenreiter keineswegs ziellos hinterher. "Wir sind Zweiter, und mindestens diesen Platz wollen wir bis zum Saisonende verteidigen", sagt Trainer Torsten Busch. Der Grund ist offensichtlich: Die Vizemeister Nordwest und West spielen in einer Relegation um einen dritten Aufstiegsplatz zur 3. Liga.

Erst einmal richten die Ammerländer aber den Blick nach unten. Dort findet sich der letzte Gegner der Hinrunde an diesem Sonntag (16 Uhr, Robert-Dannemann-Halle Westerstede). Der TSV Buxtehude-Altkloster hat bisher nur ein Spiel gewonnen und ist Letzter. Für Kapitän Jens Zander bringt ein solches Team durchaus eine Portion Gefahr mit: "Die Sache müssen wir gleich ganz konzentriert angehen. Luscht man erst einmal, dann macht man den Gegner stark. Und da hat schon mancher Favorit gestaunt, was für Qualitäten dann ein Außenseiter bei sich entdeckt."

Eigentlich müssten die Ammerländer dagegen gefeit sein. Doch: "Geht mir weg mit diesen Eigentlich-Spielen!" raunzt Busch und zaubert einige Sorgenfalten auf sein Gesicht. "Da haben wir bisher einige zu viel erlebt, das letzte gerade vor einer Woche in Hannover." Da gewann die VSG den ersten Satz deutlich, führte im zweiten 24:21 – doch auf dem Weg zu einem klaren Sieg patzten die Ammerländer. "Wir gehen voll auf ein 3:0 zu, und dann so ein Ding", haderte der starke Interimslibero Thomas Adelmann mit sich. Diagonalangreifer Sönke Meyer machte ein gutes Spiel, doch er kam in den entscheidenden Situationen im zweiten und fünften Satz nicht durch. Kein Wunder, dass Busch etwas von "fehlendem Killerinstinkt" murmelte.

Schon vor dem 2:3 bei GfL Hannover hatte die VSG in Braunschweig einen deutlicheren Sieg verschenkt, mit Kampfgeist und Nervenstärke aber noch ein 3:2 gerettet. So knapp sollte es am Sonntag nicht werden. Aber auch gegen Buxtehude ist eine Beständigkeit gefragt, die in der Hinrunde nicht durchgängig zu erleben war.






















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