Es darf ruhig laut werden


Zum Langweilen ist diese Volleyball-Saison für die VSG Ammerland nun wirklich nicht. Eigentlich sprechen ja fünf Siege in sechs Spielen für eine gewisse Beständigkeit in der Regionalliga. Doch von wegen: Da spielt die VSG zum einen Spitzenreiter Giesen mit einer drittliga-reifen Leistung erst einmal schwindlig – und hält beim 1:3 dann nicht durch. Gegen Braunschweig stimmt zum anderen die Leistung dann nur bedingt, aber die Spannung ist spitze. So liegt die VSG vor einer Woche unversehens im Tiebreak 11:14 hinten - und kämpft sich nervenstark zum 17:15 durch.

Was liefert der Ex-Zweitligist diesmal im Heimspiel am Sonntag um 16 Uhr in Westerstede ab? In die Robert-Dannemann-Halle kommen die Vallstedt Vechelde Vikings, die direkten Verfolger. Schon der peppige Name der Gäste verheißt: Die haben viel vor, kurz- und langfristig. Die Südniedersachsen haben kurz vor dem Saisonstart noch den erstligaerfahrenen Trainer Heiko Herzberg verpflichtet. Ammerland-Trainer Torsten Busch kennt ihn aus gemeinsamen Zeiten als Landestrainer. "Wer den holt, plant weite Würfe", weiß Buschi.
Die Spieler haben ihre eigenen Meinungen. "Vallstedt hat viele starke Einzelspieler in seinen Reihen", sagt Zuspieler Arne Tyedmers. Etliche haben die Beachsaison ganz oben in der Landes-Rangliste abgeschlossen. Kapitän Jens Zander lenkt den Blick vom Gegner aufs eigene Team: "Wir haben die letzten Partien zwar gewonnen, aber da waren zu viele Wackler drin. Taktisch müssen wir einfach konsequenter agieren."

Das Training zeigt, dass sich die Spielelemente weiter festigen. "Doch im Spiel", sagt der Trainer, "erkenne ich manche Spieler nicht wieder." Da fehlt es vor allem einigen der Jüngeren an der Frechheit, dem Gegner mit dem eigenen Können eine Nase zu ziehen. Julian Laabs nennt der Trainer als Beispiel: "Der trainiert jetzt schon länger einfach richtig gut. Im Wettkampf ist der Knoten bei ihm noch nicht geplatzt. Aber das wird."

Vallstedt ist der richtige Gegner für ein Spiel, in dem man Qualität und Spannung miteinander verbinden kann. Schon im vorigen Jahr ging es im Heimspiel hoch her, bis die Ammerländer 3:2 gewonnen hatten. Zuspieler Arne hat einen Ratschlag an die Mannschaft, der auch für die  Zuschauer gelten könnte: "Leute, wir könnten auf dem Feld ruhig etwas lauter sein, mehr Emotionen zeigen, richtig unsere Punkte abfeiern." Gute Idee - für Spielfeld und Tribüne!






















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