Schnurlos statt schnurstracks zum Sieg


Den Regionalliga-Volleyballer der VSG Ammerland ist mit dem 3:0 (25:18, 25:23, 25:14) Heimsieg gegen die Bundesligareserve des FC Schüttorf 09 II der Sprung auf den zweiten Tabellenplatz gelungen. In der großen Sporthalle des Schulzentrum Bad Zwischenahn gelang dem Team ein ungefährdeter Sieg. Damit folgen hinter den ungeschlagenen Giesenern nun mit jeweils 4 Siegen aus 5 Spielen die Ammerländer und der USC Braunschweig II, der Gegner von nächster Woche.

In knapp einer Stunde und 15 Minuten gelang es, den nicht in Bestbesetzung angetretenen Gegner wieder nach Hause in die Grafschaft Bentheim zu schicken. Mit nur acht Spielern waren die erst zweimal siegreichen Gäste angereist und hatten dann auch nicht viel entgegen zu setzen.

Den größten Einfluss auf das Spielgeschehen der Schüttorfer selbst sollte die Seitenwahl bei der Auslosung am Anfang bleiben. Danach galt in allen drei Sätzen: Machte die VSG genug Druck, spiegelte sich das in vielen Punkten wider.

Genau der fehlende Druck und etwas zu viel Nachlässigkeit seitens der Ammerländer zu Spielbeginn sorgte für einen schnellen Rückstand. Bei 1:5 nahm Trainer Torsten Busch eine Auszeit, es sollte aber noch zwei weitere Schüttorfer Punkte dauern, bis die VSG in Fahrt kam. Mit Timo Pundt im Aufschlag gelang es direkt, den Vorsprung aufzuholen und selbst in Führung zu gehen. Die Startformation um Zuspieler Arne Tyedmers, Pundt und Jens Zander (Außen), Bengt Jacobs und Simon Adelmann (Mitte), Sönkle Meyer (Diagonal) und Thomas Adelmann (Libdero) punktete nun stetig weiter und baute den Vorsprung zum Satzende auf 7 Punkte aus.

Unverändert ging es in Satz zwei. Auch hier zeigte sich: Bei fehlendem Druck waren die Schüttorfer in der Abwehr wach und ließen sich nicht abschütteln. Bei 8:9 Rückstand führte Busch den Diagonalwechsel mit Zuspieler Jannis Jargow und Julian Laabs über Diagonal für Tyedmers/Meyer durch. Bei 12:12 erfolgte der Rückwechsel. Bei 17:16 betrat Sieko Finke für Simon Adelmann auf Mitte das Spielfeld. Bis zum 20:20 blieb es ausgeglichen, dann konnten die Ammerländer bis 24:21 in Front gehen. Allerdings gelang es erst Jacobs über die Mitte, den dritten Satzball zu verwandeln.

Der dritte Satz verlief nun deutlich sicherer für die VSG. Bei 12:6 wurde der Gastgeber zur ersten Auszeit gezwungen und hatte ohne Wechseloptionen keine wirklichen Möglichkeiten zur reagieren. Busch führte erneut den Diagonalwechsel (9:5) durch. Diese Formation mit Jargow im Zuspiel und Laabs im Diagonalangriff punktete weiter konsequent. Bei 16:9 wurde Dirk Achtermann für Timo Pundt eingewechselt. Dabei durfte der Routinier lediglich drei/vier Bälle in der Annahme spielen und einen Ball über das Netz pritschen, mehr war gar nicht mehr nötig – sinnbildlich für das fehlerbehaftete Spiel der Gäste.

Nach dem Spiel wurden von den jeweiligen gegnerischen Trainern Zuspieler/Kapitän Heinrich Hubertus von Schüttorf sowie Kapitän Jens Zander (Foto, im Angriff) von der VSG zum MVP gekürt. DJ Rossi konnte zu diesem Ereignis dank modernster Technik erstmals schnurlos die Moderation durchführen. Die so neue erlangte Bewegungsfreiheit wurde bereits vor Spielbeginn ausgiebig getestet; glücklicherweise ohne neue Verletzungen trotz gewagter Sprünge vom DJ Pult. 






















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