Nervenschlacht in Wolfenbüttel: Die Erste wahrt die Chance auf den Titel!

Was für ein Wochenende für die Regionalliga-Volleyballer der VSG Ammerland! Nach einem souveränen Pflichtsieg am Samstag verwandelte sich der Sonntag in einen wahrhaftigen Volleyball-Krimi. Am Ende stehen die ersehnten sechs Punkte auf dem Konto – und die Meisterschaft bleibt aus eigener Kraft greifbar.

Der Auftrag für das Doppelspielwochenende war klar: Sechs Punkte mussten her, um im Saisonfinale gegen die Giesen Grizzlys alles in der eigenen Hand zu haben. Nachdem die Pflichtaufgabe gegen Burgdorf am Samstag mit einem glatten 3:0-Erfolg souverän gelöst wurde, wartete am Sonntag in Wolfenbüttel die Kür – die sich jedoch als echter Charaktertest entpuppen sollte.

Souveräner Start

Die Ammerländer starteten stark. Im ersten Satz dominierte die VSG nach Belieben und führte bereits mit 23:13. Zwar ließ man den Gegner in der Schlussphase noch einmal rankommen, gewann den Satz aber letztlich ungefährdet mit 25:19.

Im zweiten Durchgang begegnete Wolfenbüttel den Ammerländern auf Augenhöhe. Als Kapitän Timo Pundt im Angriff Probleme bekam, reagierte Trainer Torsten Busch beim Stand von 12:12 und brachte Youngster Torge Damke. Es blieb ausgeglichen, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Mit sehr guten Aufschlägen sorgte Außenangreifer Sören Riewe, der eine starke Partie zeigte, für die entscheidende 22:20-Führung. Der Satz ging mit 25:22 an die Ammerländer. 

Krimi-Stimmung und schwindende Kräfte

Es fehlte nur noch ein Satz zur vollen Punkteausbeute, doch der Start in den dritten Durchgang misslang völlig. Busch nahm bei 2:6 und 5:11 früh seine beiden Auszeiten, brachte seinen Kapitän Pundt zurück. Die Ammerländer kämpften sich zurück in den Satz. Es entwickelte sich ein echter Schlagabtausch: Die VSG erkämpfte sich drei Matchbälle, konnte den Sack aber nicht zumachen. Wolfenbüttel verteidigte verbissen und nutzte schließlich den vierten Satzball zum 31:29-Satzgewinn.

Im vierten Satz setzte Busch auf die Erfahrung von Routinier Jens Zander im Außenangriff. Bis Mitte des Satzes verlief der Satz ausgeglichen (15:15). Eine 18:15-Führung glichen die Wolfenbütteler zum 20:20 aus. Die Anstrengungen des Wochenendes hinterließen Spuren.

„Jannis Jargow hatte eine für ihn ungewöhnliche Streuung in seinen Außenpässen und den Angreifern fehlte immer häufiger die Abschlaghöhe“, analysierte Busch die körperliche Belastung.

Auch den vierten Matchball beim Spielstand von 24:23 konnten die Ammerländer nicht nutzen, der fünfte Matchball beim Stand von 25:24 brachte aber die Erlösung. Zuspieler Jannis Jargow sackte erschöpft, aber glücklich auf die Knie – der 3:1-Sieg war unter Dach und Fach. Allen war die Erleichterung anzusehen.

Den MVP-Titel holte sich wie schon gegen Burgdorf Libero Lennart Röber, der erneut eine ganz starke Leistung zeigte.
Alles bereit für das große Finale

Auch Trainer Torsten Busch zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Wolfenbüttel hat uns einen großen Fight geliefert und sensationell verteidigt. Wir haben sicher nicht unser bestes Spiel gezeigt, aber am Ende zählt nur, dass wir nach diesem harten Wochenende mit einem Sieg im Heimspiel gegen Giesen weiter aus eigener Kraft Meister werden können.“

Save the Date: Showdown um die Meisterschaft

Jetzt zählt es! Am letzten Spieltag empfängt die VSG Ammerland den Tabellendritten zum absoluten Highlight der Saison. Ein Sieg (3:0 oder 3:1) bedeutet den Titel!

  • Gegner: TSV Giesen Grizzlys III
  • Wann: Sonntag, 12. April, um 16:00 Uhr
  • Wo: Sporthalle am Schulzentrum Bad Zwischenahn

Kommt vorbei und unterstützt unsere Erste auf dem Weg zur Meisterschaft – wir zählen auf eure Unterstützung!

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