Was für ein Abend in der Sporthalle am Schulzentrum Bad Zwischenahn! Vor einer tollen Kulisse von 250 Zuschauern feierte die VSG Ammerland einen souveränen 3:0-Erfolg (25:17, 25:21, 25:17) im Derby gegen den VfB Oldenburg. Mit diesem Sieg erobern die Ammerländer den zweiten Tabellenplatz der Regionalliga zurück.

Das perfekte Comeback des MVPs
Im Mittelpunkt des Geschehens stand ein Rückkehrer: Anton Klots. Nach monatelanger Verletzungspause (Knie) feierte der Diagonalangreifer ein Einstand nach Maß. Als wäre er nie weggewesen, dominierte er das Angriffsspiel der Ammerländer und wurde folgerichtig nach der Partie als MVP ausgezeichnet.
Trainer Torsten Busch zeigte sich begeistert: „Es war, als ob Anton nie weggewesen wäre. Er war unser überragender Angreifer.“ Dass Klots so glänzen konnte, lag auch an der starken Vorstellung von Zuspieler Alexander Janssen. Janssen, der eigentlich in der zweiten Mannschaft aufschlägt, ersetzte den fehlenden Jannis Jargow bravourös. Busch lobte das Zusammenspiel: „Für Alex war Anton extrem wichtig. Der Kopfpass ist sein Parade-Pass und er fand damit einen glänzend aufgelegten Anton. Die beiden waren heute spielentscheidend.“

Stabilität als Schlüssel zum Erfolg
Während das Duo Klots/Janssen für die Highlights im Abschluss sorgte, wurde der Grundstein für den Erfolg in Aufschlag und Annahme gelegt. Die Annahmeachse mit Libero Lennart Röber sowie den Außenangreifern Jens Zander und Sören Riewe agierte über die gesamte Spielzeit stabil. Diese Sicherheit ermöglichte es Janssen erst, die Bälle variabel zu verteilen. „In Aufschlag und Annahme waren wir das klar bessere Team“, zeigte sich Busch zufrieden.
Block- und Abwehrtaktik geht auf
Besonders in der Block- und Abwehrtaktik zeigten sich die Hausherren bestens vorbereitet. Die VSG konzentrierte sich im Block auf die beiden Oldenburger Hauptangreifer Bennett Bergemann (Außenangriff) und Malte Tyedmers (Diagonalangriff). „Die Aufgabe war es, die Linie komplett zuzumachen. Das ist uns gut gelungen“, bilanzierte Busch. Durch zahlreiche Blockpunkte und eine gute Feldabwehr verzweifelten die Oldenburger Hauptangreifer zusehends. Zwar punktete auf Oldenburger Seite Mittelblocker Tobias Bielefeld zuverlässig, doch das nahmen die Ammerländer bewusst in Kauf.
Blick nach vorn: Der Doppelspieltag wartet
Nach einem spielfreien Wochenende steht den Ammerländern nun eine echte Reifeprüfung bevor. Im Kampf um die Meisterschaft wartet ein intensives 24-Stunden-Programm:
- Samstag, 28. März: Auswärtsspiel beim TSV Burgdorf
- Sonntag, 29. März: Gastspiel beim Wolfenbütteler VC
„Die Belastung eines Doppelspieltags mit Hotelübernachtung kennen wir so gar nicht mehr. Ich bin gespannt, wie die Jungs das meistern. Aber wir haben ja einen breiten Kader“, so Busch abschließend. Mit der Form aus dem Derby im Rücken dürfte das Team auf jeden Fall mit breiter Brust die Reise antreten.
