Dezimierte Erste verliert in Göttingen

Trotz großem Kampfgeist musste sich die VSG Ammerland am Samstagabend beim ASC 46 Göttingen mit 0:3 (17:25, 22:25, 14:25) geschlagen geben. Ohne drei wichtige Leistungsträger fehlte der Formation die nötige Abstimmung, um gegen ein Top-Team der Regionalliga zu bestehen.

Die Vorzeichen für die 300 Kilometer lange Reise nach Göttingen hätten kaum schlechter stehen können. Trainer Torsten Busch musste kurzfristig auf ein Trio verzichten, das normalerweise das Rückgrat des Ammerländer Spiels bildet: Kapitän Timo Pundt, Außenangreifer Jens Zander und Zuspieler Jannis Jargow fielen aus.

Formation kämpft um Stabilität

In einer so noch nie zusammengestellten Startsechs rückte Weko Kujas auf die Zuspiel-Position. Die Außen-/Annahme-Positionen besetzten Torge Damke und Sören Riewe, unterstützt von Libero Lennart Röber. Waldemar Belsch agierte im Diagonalangriff. Im Mittelblock starteten Bengt Jacobs und Marcel Marks. Als Auswechselspieler standen Tom Osterkamp, Ole Buchhorn (2. Herren) und Neo Gauler (3. Herren) bereit.

Streckte sich mit der VSG Ammerland in Göttingen vergeblich: Libero Lennart Röber.

„In dieser Formation haben wir noch nie zusammengespielt“, erklärte Busch nach der Partie. Das machte sich vor allem im Zuspiel und im Annahmeriegel bemerkbar. Ohne die gewohnte Routine gab es immer wieder Abstimmungsprobleme in den Schnittstellen, die Göttingen eiskalt ausnutzte. Während die Sätze eins und drei am Ende deutlich an die Gastgeber gingen, blitzte im zweiten Durchgang das Potenzial der VSG auf. Hier hielten die Ammerländer lange mit und zwangen den ASC in eine enge Endphase, die letztlich knapp mit 22:25 verloren ging.

Lob für den Einsatz – Blick auf die Tabelle

Trotz der klaren Niederlage gab es vom Trainer keinen Vorwurf an die Mannschaft:

„Weko hat alles versucht und gekämpft ohne Ende. Aber nach einem halben Jahr Zuspieltraining darf man auf dieser Schlüsselposition noch nicht die nötige Souveränität erwarten, wenn der etatmäßige Zuspieler fehlt.“

In der Tabelle hat sich die Situation durch den gleichzeitigen Sieg des TK Hannover (3:2 gegen Giesen III) verschärft. Die Hannoveraner liegen nun sechs Punkte vor der VSG. Zwar haben die Ammerländer noch ein Nachholspiel in der Hinterhand, doch der Rückstand auf die Meisterschaft ist bei nur noch vier ausstehenden Spielen der Konkurrenz beträchtlich.

Heimspiel-Wochen zur Wiedergutmachung

Trübsal blasen ist im Ammerland jedoch nicht angesagt. Das Team will den Blick schnell nach vorne richten. „Wir haben jetzt zwei wichtige Heimspiele vor der Brust“, betont Torsten Busch. Die Hoffnung ist groß, dass sich das Lazarett bis dahin lichtet und die VSG in gewohnter Stärke zeigen kann, dass mit ihr im Kampf um die oberen Plätze weiterhin zu rechnen ist.

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