VSG verliert in Lintorf klar mit 0:3
Mit mehr Gegenwehr als im Hinspiel, aber trotzdem nicht entschlossen genug präsentierten sich die Regionalliga-Volleyballer der VSG Ammerland am Samstagabend beim Tabellenführer VfL Lintorf in Bad Essen. So hatte die Mannschaft von Trainer Torsten Busch (Foto) erneut mit 0:3 (21:25, 21:25, 24:26; 78 Minuten Spielzeit) das Nachsehen. Dabei waren die Ammerländer gut gestartet. Mit einer Aufschlagserie von Zuspieler Moritz Döpke gingen sie mit 5:1 in Führung und behielten bis zum 18:16 die Nase vorn. Dann aber zeigten die Gäste Probleme in der Annahme und konnten sich im Außenangriff nicht mehr durchsetzen. Schon stand es nur noch 19:18 für die VSG. Danach punktete Lintorf gleich viermal in Folge und ging mit 22:19 in Führung. Die Ammerländer kamen noch auf 21:22 heran, bevor sie erneut in der Annahme patzten und im Außenangriff die Punkte liegen ließen. Die Gastgeber nahmen diese Einladung dankend an und machten mit weiteren drei Punkten hintereinander clever den Sack zu. Auch der zweite Durchgang blieb lange offen. Bis zum 21:21 hatte sich keine der beiden Mannschaften mit mehr als zwei Punkten abgesetzt. Dann folgte ein Déjà-vu der unangenehmsten Sorte für die Ammerländer: Wieder punktete Lintorf viermal in Folge, weil die VSG-Männer sich zu viele unnötige Fehler erlaubten. Und wieder ging der Satz mit 21:25 verloren. Anders als in den vorangegangenen Sätzen schien die Entscheidung im dritten Spielabschnitt früh gefallen zu sein: Auf 7:3 und 22:17 waren die Gastgeber bereits enteilt, ehe sie sich einige Fehler leisteten und damit den Kampfgeist der Ammerländer weckten. Die VSG-Männer verkürzten auf 21:22 und glichen zum 24:24 aus. So leicht wollten sie den Lintorfern den wahrscheinlich letzten notwendigen Schritt zur Meisterschaft dann doch nicht machen. Zu einem Satzgewinn reichte es aber nicht. Lintorf behielt mit 26:24 die Oberhand. „Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten Spaß im Spiel haben und über Emotionen auch das Spiel gestalten. Das ist uns leider nicht gelungen“, bilanzierte Busch. Seine Spieler wirkten geradezu verkrampft und hielten mit zunehmender Spieldauer die taktische Marschroute im Aufschlag und im Block immer weniger ein. Wie von Busch vorhergesagt, entschied die bessere Aufschlag-Annahme-Leistung auch diesmal über Sieg und Niederlage. Hier waren die Ammerländer anfangs im Vorteil, der jedoch zusehends dahinschmolz. Im Aufschlag ließ zuerst der Druck nach, und dann kamen auch noch viele direkte Fehler hinzu. Unsicherheiten in der Annahme führten dazu, dass die Gäste ihre Mittelangreifer nur selten einsetzen konnten. So lag die Last hauptsächlich auf den Schultern der Außenangreifer, die sich aber nicht entscheidend durchsetzen konnten. Damit ist das Titelrennen, das die Ammerländer mit einem Auswärtssieg nur allzu gern noch ein bisschen spannend gemacht hätten, so gut wie entschieden. „Dazu kann man den Lintorfern nur gratulieren. Ihre noch sehr junge Mannschaft hat sich sehr gut entwickelt“, sagte Busch. Enttäuscht zeigte er sich vor allem darüber, dass es gerade den erfahrenen Spielern in seiner Mannschaft – mit Ausnahme von Libero Dirk Achtermann – nicht gelang, ihr Leistungsvermögen in diesem wichtigen Spiel abzurufen. So konnte die Mannschaft das Fehlen von Leistungsträger Lars Achtermann nicht kompensieren. Ein Lichtblick war der 20-jährige Diagonalspieler Hendrik Böckermann, der Mitte des zweiten Satzes eingewechselt wurde und so unbekümmert und mutig spielte, wie es sich der Trainer und die kleine Schar mitgereister VSG-Anhänger auch von allen seinen Mitspielern gewünscht hätten. Zum VSG-Team gehörten: Dirk Achtermann, Wolfgang Blaszyk, Hendrik Böckermann, Arne Döpke, Moritz Döpke, Christian Grünefeld, Alexander Janssen, Tobias Knieper, Olaf Kreike, Marco Meyer und Dr. Jörn Wolf.
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