Erhoffte Leichtigkeit hält nur für einen Satz


Die Drittliga-Volleyballer der VSG Ammerland haben ihr Heimspiel gegen die Tecklenburger Land Volleys mit 1:3 (25:18, 18:25, 18:25, 6:25) verloren. Nach einem vielversprechenden Start konnten die Ammerländer (Foto, von links Arne Tyedmers, Lutz Hüsken, Thomas Adelmann) das Niveau gegen den Tabellenfünften nicht halten.

Da der Abstieg in die Regionalliga schon vor der Partie praktisch feststand, hatten die Ammerländer darauf gehofft, dass nun die lange vermisste Leichtigkeit ins eigene Spiel zurückkehren würde. Und im ersten Satz sah es auch ganz danach aus, als würde sich diese Hoffnung erfüllen. Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß. Gute Aufschläge und eine konzentrierte Block- und Feldabwehr der VSG machten den Gästen den Einstieg schwer. Und auch im Angriff agierten die Ammerländer konsequent, aber auch überlegt, und fanden ein ums andere Mal die richtige Lösung.

„Wir haben nicht, wie so oft in den vergangenen Spielen, gegen einen stabilen Block stumpf draufgehauen, sondern auch mal einen Ball gelegt oder gezielt den Block angeschlagen“, lobte VSG-Trainer Torsten Busch. Im Gegenangriff unterliefen den Tecklenburgern im ersten Satz relativ viele Fehler, und häufig war auch die Abwehr der Ammerländer zur Stelle und sorgte für die nächste Punkt-Chance. So ging der erste Satz mit 25:18 auch in der Deutlichkeit verdient an die VSG.

Dafür, dass es so erfolgreich aber leider nicht weiterging, gab es zwei Haupt-Ursachen: Zum einen stellten sich die Tecklenburger mit zunehmender Spieldauer immer besser auf die Ammerländer ein und machten nicht mehr so viele Fehler. Und zum anderen ließen sich die Hausherren – wie so oft nach einem gelungenen ersten Satz – von einem schlechten Start in den nächsten Satz gleich wieder nachhaltig verunsichern. Ein Fehlaufschlag, ein Fehler im Angriff und noch einer in der Annahme – und schon stand es 3:0 für die Tebus.

Damit waren der Rhythmus und auch die Leichtigkeit bei den Ammerländern dahin. Die Tecklenburger wurden im Aufschlag zunehmend stärker, und die Annahmespieler der Gastgeber brachten den Ball nicht mehr genau genug nach vorn. So wurde notgedrungen auch das Angriffsspiel der VSG zu einseitig, und die Mehrzahl der Aktionen scheiterte am Block oder an der Feldabwehr der Gäste.

Dabei hielten die Ammerländer in den Sätzen zwei und drei wenigstens noch phasenweise mit, ehe der vierte (6:25) dann schon einer Demontage gleichkam. „Da haben wir aufgesteckt und haben uns vorführen lassen“, schimpfte Busch. „Gerade vor heimischem Publikum, das uns immer nach Kräften unterstützt hat, hätten wir bis zum Schluss versuchen müssen, uns ins Spiel zurück zu kämpfen.“

Letztendlich sei aber auch der äußerst schwache Auftritt im vierten Satz nur ein weiteres Zeichen für die tiefe Verunsicherung, die die lange Niederlagenserie mit sich gebracht habe. „Keiner lässt sich hier mit Absicht hängen“, betonte Busch. „Es fehlt einfach an Selbstvertrauen, und das können wir uns nur über Erfolgserlebnisse holen. Solange wir das nicht haben, setzt nach zwei, drei Fehlern das Kopfkino ein: Bloß nicht schon wieder verlieren!“

Nun gelte es, die Mannschaft wieder aufzurichten und auf das nächste Spiel vorzubereiten. Am kommenden Samstag treten die VSG-Männer beim Tabellenvorletzten TVA Hürth an.