Zurück zur Leichtigkeit: VSG erwartet Tebu


Mit dem Heimspiel gegen die Tecklenburger Land Volleys beginnt am Sonntag die Abschiedstournee der Volleyballer der VSG Ammerland in der Dritten Liga. Den Tabellenfünften empfangen die als Absteiger praktisch feststehenden Ammerländer um 16 Uhr in der Robert-Dannemann-Halle in Westerstede.

Auch wenn der Klassenerhalt nur noch theoretisch möglich ist, wollen die VSG-Männer die Saison anständig zu Ende bringen. Soll heißen: „Volldampf! Wir gehen weiterhin in jedes Spiel, um es zu gewinnen.“ Das sagt VSG-Trainer Torsten Busch und ist sich darin mit seinen Spielern einig.

Und nun kommt als Nummer fünf der Tabelle nicht irgendwer daher, sondern eben die Tecklenburger Land Volleys. Schon in der Regionalliga (damals noch als VCB Tecklenburger Land), dann in der Zweiten Bundesliga und schließlich in der Dritten Liga war das Team aus Ibbenbüren ein fast ständiger Konkurrent der Ammerländer. Viele Partien zwischen den beiden Mannschaften waren hart umkämpft, das Hinspiel in dieser Saison entschied Zweitliga-Absteiger Tecklenburg aber deutlich mit 3:0 für sich. Und beeindruckte dabei mit einer starken Aufschlag-Annahme-Leistung.

Klar also, dass das Tebu-Team um den erfahrenen Zuspieler Sebastian Gartemann als haushoher Favorit in das Spiel am Sonntag geht. Vor dem Hinspiel hatten die Tecklenburger nach einer kleinen Talfahrt selbst noch Abstiegssorgen. Mittlerweile befinden sie sich im gesicherten Mittelfeld, werden in den Titelkampf aber wohl nicht mehr eingreifen können. Am vergangenen Wochenende unterlagen sie denkbar knapp dem aktuellen Tabellenführer aus Lüneburg mit 2:3.

Auch für die Ammerländer ist der Abstiegskampf beendet. Zwar nicht mit dem gewünschten Ergebnis, aber immerhin ist der mit jeder Niederlage größer gewordene Erfolgsdruck nun weg. Nun hoffen sie  auf die Rückkehr der lange vermissten Leichtigkeit, denn allzu oft zogen sie in dieser Saison nicht mangels sportlicher Qualität, sondern mangels Konstanz und Nervenstärke den Kürzeren.

„Wie das eben so ist, wenn der Kopf nicht mehr frei ist“, fasst Busch zusammen. Und das sollte nun eigentlich nicht mehr das Problem sein. „Vielleicht hilft uns diese neue Voraussetzung ja dabei, auch im Wettkampf das abzurufen, was wir sportlich leisten können“, so Busch weiter. „Wir sind mit Sicherheit in der Lage, gegenüber dem vergangenen Spieltag in allen Elementen ordentlich zuzulegen. Und das müssen wir auch, vor allem in Aufschlag und Annahme.“

Auf die Unterstützung ihrer Fans und Zuschauer konnten sich die Ammerländer auch am vergangenen Sonntag bei der Pleite gegen Bremen verlassen. Nun hoffen sie, dass viele von ihnen wiederkommen. Drei Heimspiele haben sie noch in der Dritten Liga. Vorerst.