Heimniederlage gegen Bremen besiegelt den Abstieg


Das war’s: Nach der 1:3-Heimniederlage (20:25, 25:16, 10:25, 17:25) gegen Bremen 1860 steht der Abstieg der Volleyballer der VSG Ammerland aus der Dritten Liga fest – auch wenn ganz kühne Rechenkünstler noch verschwindend geringe theoretische Chancen ermitteln könnten.  

Im Kellerduell mit den Bremern in Westerstede fehlte den Ammerländern erneut die Konstanz, um den stark und konzentriert auftretenden Gästen dauerhaft Paroli zu bieten. Insbesondere Bremens zweitligaerfahrener Zuspieler Stephan Teumer drückte der Partie mit klug überlegten Pässen seinen Stempel auf.

Die Gastgeber hatten vor allem in der Annahme um Libero Niels Galle große Probleme, was allen voran 1860-Außenangreifer Nils Mallon mit seinen Sprungaufschlägen konsequent ausnutzte. Nur ein Beispiel dafür war seine Aufschlagserie vom 13:11 zum 18:11 für Bremen im ersten Satz.

Angesichts der wackligen Annahme musste VSG-Zuspieler Arne Tyedmers viel laufen und konnte die taktische Vorgabe, ein variables Angriffsspiel aufzuziehen und dabei die Mittelangreifer ins Spiel zu bringen, nur schwer umsetzen. Und auf den Außenpositionen stand den Ammerländer Angreifern meistens ein starker Block gegenüber, gegen den sich nur Thomas Adelmann (Außen) und Sönke Meyer (Diagonal) durchsetzen konnten – zumindest in den ersten beiden Sätzen.

Dass auch die Ammerländer in der Lage sind, ihren Gegner mit guten Aufschlägen und einer starken Block-Feld-Abwehr unter Druck zu setzen, bewiesen sie im zweiten Satz. Da gelang ihnen eine Aufschlagserie von 7:11 auf 15:11 – und ein deutlicher Satzgewinn. In dieser Phase spielten die Hausherren wie aus einem Guss. Alles schien auf einmal fast wie von selbst zu gelingen, und manch ein VSG-Freund schöpfte schon wieder Hoffnung für den weiteren Spielverlauf.

Doch der dritte Satz setzte derlei Phantasien ganz schnell wieder ein Ende. Zwei bis drei einfache Fehler zu Beginn genügten, um die von der langen Niederlagenserie spürbar verunsicherten VSG-Männer trotz des gerade erlebten Satzerfolgs wieder aus dem Tritt zu bringen. Als dann beim Spielstand von 4:8 auch noch Sönke Meyer mit einem Migräneanfall das Feld verlassen musste, verloren die Ammerländer völlig den Faden – und sehr, sehr deutlich auch den Satz.

Mit verschiedenen Spielerwechseln im vierten Satz versuchte VSG-Trainer Torsten Busch, das Unheil noch abzuwenden, hatte damit aber keinen Erfolg. „Dieses 3:1 für die Bremer geht völlig in Ordnung“, sagte der Coach. „Sie haben sich letztendlich in allen Elementen stärker präsentiert. Größte Knackpunkte waren für mich unsere schwache Annahme und, daraus resultierend, unser viel zu leicht zu lesendes Angriffsspiel.“

Nun beginnt mit dem Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die Tecklenburger Land Volleys also die Abschiedstournee der VSG in der Dritten Liga West. Und wer weiß, vielleicht kehrt mit dem nunmehr praktisch feststehenden Abstieg die lange vermisste Leichtigkeit zurück? Denn dass die Ammerländer Mannschaft das Potenzial hat, viel, viel bessere Spiele abzuliefern als das Rückspiel gegen Bremen, hat sie schon oft in dieser Saison bewiesen.