Wackere VSG-Männer machen erneut zu viele Fehler


Die Enttäuschung stand allen ins Gesicht geschrieben: Mit 0:3 (23:25, 19:25, 24:26) verloren die Drittliga-Volleyballer der VSG Ammerland ihr Auswärtsspiel beim TSC Gievenbeck in Münster. Dabei hatten sich die Ammerländer nach zwei vielversprechenden Trainingswochen so viel vorgenommen.

Und so deutlich, wie ein „0:3“ es vermuten lässt, war die Niederlage auch nicht. Der erste und dritte Satz waren äußerst knapp und hätten ebenso gut zugunsten der Ammerländer entschieden werden können. An Kampfgeist fehlte es den Gästen jedenfalls nicht, denn selbst hohe Rückstände wie das 7:14 im ersten Satz holten sie noch wieder auf. Doch die Verunsicherung und das fehlende Selbstvertrauen, was beides der langen Niederlagenserie geschuldet sein dürfte, waren deutlich spürbar.

„Wir machen es den Gegnern in den entscheidenden Phasen mit einfachen Fehlern viel zu leicht“, konstatierte einmal mehr VSG-Trainer Torsten Busch. Er hatte mit seiner Mannschaft in den letzten Trainingswochen schwerpunktmäßig daran gearbeitet, sich im Außenangriff gegen einen starken Block durchzusetzen. Die dabei erzielten Fortschritte hatten den Coach vor der Partie in Münster noch optimistisch gestimmt. Jedoch konnte keiner der drei VSG-Außenangreifer diese positiven Eindrücke bestätigen.

Nur Diagonalspieler Sönke Meyer punktete mit einer guten Angriffsquote für die Ammerländer, konnte dem Spiel aber auch nicht so entscheidend seinen Stempel aufdrücken wie sein Gegenüber Marvin Weichert beim TSC: „Den Gievenbecker Diagonalspieler haben wir überhaupt nicht in den Griff bekommen, weder im Block noch in der Feldabwehr“, so Busch. Daran konnten auch die guten Leistungen von Niels Galle als Libero und Niklas Paschke im Mittelblock nichts ändern.

Nun heißt es, Mund abwischen und nach vorn schauen – und zwar direkt auf das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Bremen 1860 in Westerstede. Da wollen die Ammerländer ihren bislang einzigen Saisonsieg (3:2 im Hinspiel) wiederholen.