Kein Geschenk zum Trainergeburtstag: 1:3 beim TV Baden


Zum ersten Mal sind die Volleyballer der VSG Ammerland am Sonntag beim TV Baden in Achim ohne Punktgewinn geblieben. Die Mannschaft von Trainer Torsten Busch verlor das Nordwest-Derby in der Dritten Liga mit 1:3 (19:25, 25:19, 21:25, 14:25).

Wie erwartet hatte der neue Tabellenvierte weder für Geburtstagskind Torsten Busch noch für die Gäste-Mannschaft zum Advent irgendwelche Punkte-Geschenke zu verteilen. Schließlich ging es für die aufstiegsambitionierten Badener um den Anschluss an die Tabellenspitze.

So startete TVB-Coach Peter Sagajewski auch mit seiner stärksten Sechs, die im ersten Satz vor allem von den wuchtigen Aufschlägen von Trainer-Sohn Ole Sagajewski profitierte. Die VSG zeigte guten Volleyball, schlug ordentlich auf und setzte sich im Angriff immer wieder durch. Doch die Aufschlagserien der Badener hatten letztendlich die entscheidende Wirkung. „Ich war mir aber sicher, dass sie dieses Niveau nicht halten würden, und dass wir unsere Chance bekommen, wenn wir ruhig bleiben“, so Busch.

Und tatsächlich: Zum zweiten Durchgang wechselte Baden auf der Libero-, Zuspiel- und Diagonalposition und bekam prompt die Quittung dafür. Insbesondere der neue Libero konnte die Annahme nicht mehr so stabil halten, so dass nun die weiterhin guten Aufschläge der Ammerländer die gewünschte Effektivität erzielten. Die Gäste gewannen den zweiten Satz ebenso ungefährdet wie Baden den ersten und gingen mit neuem Selbstvertrauen und motiviert bis in die Haarspitzen in die 10-Minuten-Pause vor dem dritten Satz.

Der war heiß umkämpft und aus Sicht der Ammerländer dann auch entscheidend. Die Gäste lagen lange im Rückstand, holten mit viel Einsatz und Emotionen aber zum 19:20 auf, bevor sie sich von „zwei krassen Fehlentscheidungen des Schiedsgerichts“ – so jedenfalls sah es Busch – aus dem Tritt bringen ließen. „Das war sehr ärgerlich und im vierten Satz ging es dann gleich wieder mit so einem Pfiff zugunsten von Baden weiter. Bei uns war dann die Konzentration dahin und wir haben nicht mehr ins Spiel gefunden.“

Dennoch betonte der VSG-Coach, dass die stärkere Mannschaft das Spiel verdient gewonnen habe. Sein eigenes Team sah er im Vergleich zum Auftritt bei den Tecklenburger Land Volleys vor einer Woche stark verbessert. Niels Galle, der verletzungsbedingt seinen eigentlichen Part als Zuspieler zurzeit nicht übernehmen kann, zeigte als Libero ein starkes Spiel. Und auch Zuspieler Arne Tyedmers brachte erneut eine gute Leistung, obwohl er mit einer üblen Erkältung auflief.

Allein etwas Zählbares sprang für die Ammerländer – anders als bisher – diesmal beim TV Baden nicht heraus. Somit verbringt die VSG die Weihnachtspause auf dem letzten Tabellenplatz. „Natürlich haben wir uns von der Hinrunde mehr erhofft als nur einen Sieg, vier Punkte und die rote Laterne“, sagt Busch. Dennoch sei deutlich spürbar, dass die Mannschaft sich noch lange nicht aufgegeben hat. „Unser neu formiertes Team wächst immer mehr zusammen, und die Stimmung passt – trotz der Ergebnisse. Wir alle sind fest entschlossen, in der Rückrunde die Wende zu schaffen und uns den Klassenerhalt zu erkämpfen.“

Rückrundenstart ist am Sonntag, 14. Januar, in Bad Zwischenahn gegen den PTSV Aachen. Und gegen den hat die VSG im Hinspiel einen der vier Punkte geholt …