Keine Chance, keine Punkte: 0:3 bei den Tebu Volleys


Der Zweitliga-Absteiger und aktuelle Tabellensechste der Dritten Liga, Tecklenburger Land Volleys, war am Sonntag beim 3:0-Heimsieg (25:20, 25:20, 25:22) gegen die VSG Ammerland vor allem in den Schlüsselelementen Aufschlag und Annahme klar stärker. Nun steht dem Tabellenletzten Ammerland das letzte Hinrundenspiel beim TV Baden bevor.

Lässt der Gegner dir eine Chance, dann musst du sie nutzen: Das ist meistens das Ziel eines Außenseiters im Spiel gegen einen Favoriten – nicht nur im Volleyball. Und auch wenn die Tecklenburger zuletzt fünf Partien in Folge verloren hatten, ging der gastgebende Zweitliga-Absteiger als Favorit in das Spiel gegen die VSG Ammerland. Die Ammerländer hatten mit der eben genannten Zielsetzung zuletzt gegen Klassenprimus Lüneburg immerhin einen Punkt geholt und gingen mit der gleichen Einstellung auch in die Partie bei den „Tebu“ Volleys. Und das trotz der nicht optimalen Voraussetzungen – mehrere Spieler fehlten in der Trainingswoche krankheits- oder verletzungsbedingt und waren auch am Spieltag noch angeschlagen. Das Problem an diesem Sonntag war nur: Die Tecklenburger boten den Ammerländern die besagte Chance nicht.

Tebu-Coach Hendrik Rieskamp konnte erstmals seit längerer Zeit wieder auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Und insbesondere seine zweitligaerprobte Annahme um Libero Christian Rötker stand äußerst stabil, so dass Zuspieler Sebastian Gartemann ein variables Angriffsspiel aufziehen konnte. „Wir haben gar nicht schlecht aufgeschlagen, sondern Tecklenburg hat einfach sehr gut angenommen“, stellte VSG-Trainer Torsten Busch fest. Sein Team hatte in der Annahme an diesem Tag große Probleme. So musste VSG-Zuspieler Arne Tyedmers, der ein gutes Spiel zeigte, viel laufen und konnte seine Angreifer nur schwer in Szene setzen.

Im Grunde verliefen alle drei Sätze ähnlich: Die Ammerländer spielten mit, blieben lange in Schlagdistanz (jeweils 18:20), wurden den Hausherren aber nie richtig gefährlich. „Die erfahrenen Tecklenburger waren heute zu stark für uns, die bessere Mannschaft hat gewonnen“, sagte Busch. „Wir müssen in der Annahme im nächsten Spiel beim TV Baden unbedingt wieder stabiler werden und in der Feldabwehr die leichten Fehler abstellen.“ Dort suchen die Ammerländer am kommenden Sonntag erneut ihre Chance als Außenseiter. Und Busch betont: „Wir dürfen nicht nur darauf hoffen – wir müssen für unsere Chance kämpfen.“