Vor der Rückrunde viele Fragen offen

Erste erwartet in Westerstede USC Braunschweig

Ein ganz entschiedenes Vielleicht“ hatte Trainer Torsten Busch etwas locker vor die Volleyball-Saison der VSG Ammerland in der Dritten Liga West gesetzt: „Vielleicht müssen wir uns in der Abstiegsrunde behaupten – vielleicht reicht es auch zur Zweitliga-Relegation.“ Doch wenn am Sonntag (30. Oktober, 16 Uhr) in der Sporthalle der Oberschule Westerstede gegen USC Braunschweig inzwischen schon die Rückrunde der Vorrunde beginnt, gibt es noch keine weiteren Gewissheiten.

Die Rückrunde der Vorrunde: Die dritthöchste Klasse spielt in zwei Gruppen. Im Norden neben den Ammerländern die SF Aligse, DJK Delbrück, TSV Giesen II, Oldenburger TB und USC Braunschweig. Im Süden FCJ Köln, PTSV Aachen, Brühler TV, Rhein-Sieg Volleys, Tecklenburger Land Volleys und TV Hörde. Die jeweils ersten Drei erreichen die Meisterrunde, die jeweils letzten Drei spielen gegen den Abstieg.

„Wir haben eine gute Hinrunde gespielt,“ befindet der Trainer. Am meisten hat die Liga über die Ammerländer gestaunt, als diese zum Auftakt beim Zweitliga-Absteiger USC Braunschweig 3:1 gewannen. Nur beim 1:3 gegen Delbrück hat die VSG dann nicht gepunktet. Zuletzt knöpfte sie Spitzenreiter SF Aligse den ersten Punkt ab. „Wir sind in der Liga wettbewerbsfähig“, ordnet Zuspieler Jannis Jargow die eigene Mannschaft ein. Ja: „Es war sogar mehr möglich.“

Dazu fehlte den Ammerländern etwas von jener manchmal aufreizenden Selbstsicherheit, die im Frühjahr den Wiederaufstieg gebracht hatte. Nie geriet das Team auch bei Rückständen in Unruhe. Jetzt eine Liga höher treten die Gegner, etliche mit Zweitliga-Erfahrung, ausgebuffter auf. „Da bringen wir solche Portionen an Souveränität und auch Mut zum Risiko noch nicht wie gewohnt aufs Feld“, meint Kapitän Jens Zander. Aber Fortschritte waren jüngst unverkennbar. „Das wird!“

Eins wissen die Ammerländer vor dem Heimduell: „Das wird schwerer als das Hinspiel, Braunschweig hat sich gefangen!“ Mag sein, dass die Mannschaft mit ihren erfahrenen Zweiligaspielern anfangs die Liga unterschätzt hat. Auch brauchen Umstellungen etwas Zeit. Gegen die TSV Giesen Grizzlys II platzte der Knoten. Das Team wehrte mehrere Matchbälle ab, gewann 3:2. Der erste Sieg, die ersten zwei Punkte. Weitere drei Punkte gab es für die Braunschweiger am grünen Tisch: Die 0:3-Niederlage gegen Delbrück wurde in einen 3:0-Sieg umgewertet, weil Delbrück einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hat. „Aber auch wir haben unser Spiel stabilisiert. Das wird ein spannendes Duell auf Augenhöhe“, freut sich Außenangreifer Timo Pundt auf das Heimspiel.

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