Silas Gerdes weckt den Kampfgeist der VSG

Erstmals in dieser Saison konnte unsere Erste am vergangenen Wochenende in der Dritten Liga nicht punkten: Drei überraschende Punkte zum Saisonauftakt in Braunschweig, ein enttäuschender Zähler im Derby gegen Oldenburg und jetzt erwartungsgemäß keine Punkte im Heimspiel gegen den Meisterschaftsanwärter DJK Delbrück. Trotzdem war die Enttäuschung der Ammerländer nach der Partie groß, denn das Team bot den Delbrückern nicht nur Paroli, sondern agierte auf Augenhöhe. Der fünfte Satz und damit ein sicherer Punkt war zum Greifen nah. Am Ende siegte der Favorit aus Delbrück 3:1 (24:26, 25:23, 25:20, 25:23).

Der Start in den ersten Satz misslang. Schnell lagen die Ammerländer 4:10 hinten und das Spiel schien seinen erwarteten Verlauf zu nehmen. Dann aber weckte Diagonalangreifer Silas Gerdes mit einer Aufschlagserie zum 10:10 den Kampfgeist seiner Mitspieler. Ab jetzt gestalteten die Ammerländer das Spiel ausgeglichen, gingen nach einer erneuten Aufschlagserie von Gerdes sogar mit 23:20 in Führung. Zwei Matchbälle ließ die VSG beim Spielstand von 24:22 ungenutzt, Außenangreifer Timo Pundt erkämpfte aber mit einem platzierten Angriff einen dritten. Und diesen verwandelte Gerdes spektakulär: Seine Abwehr flog über alle Delbrücker Spieler hinweg lang ins gegnerische Feld.

Im zweiten Satz konnte sich bis zum 20:20 kein Team entscheidend absetzen. Gerdes im Diagonalangriff und Simon Adelmann über Mitte waren die Punktgaranten der VSG. Im Außenangriff aber hatten die Ammerländer gegen den starken Delbrücker Block Probleme. Auch der für Pundt eingewechselte Jens Zander fand zu selten eine Lösung. Drei Delbrücker Punkte in Folge sorgten für die Vorentscheidung. Zwar konnten die Hausherren noch einmal auf 22:23 verkürzen, den Satzverlust (23:25) aber nicht verhindern.

Der dritte Satz ist schnell erzählt. Angeführt vom erfahrenen Zuspieler Johannes Grodde erspielten sich die Gäste eine schnelle Führung (8:5, 14:9). Zwar spielten die Ammerländer gut mit, in Schlagdistanz kamen sie im dritten Satz aber nicht und verloren diesen mit 20:25.

Aber die Hausherren kamen im vierten Satz noch einmal zurück. Nach den Einwechselungen von Zander für Thomas Adelmann im Außenangriff und Bengt Jacobs für Jannes Rakow im Mittelblock nutzten sie den taktischen Doppelwechsel von Gästetrainer Uli Kussin, um einen 8:10-Rückstand in eine 13:11-Führung zu verwandeln. Diese Zwei-Punkte-Führung hielt die VSG bis zum 22:20. Dann aber punkteten die Delbrücker vier Mal in Folge und verwandelten den zweiten Matchball zum 25:23-Satzerfolg.

„Heute wäre ein Punktgewinn gegen ersatzgeschwächte Delbrücker sicher möglich, vielleicht sogar verdient gewesen“, war auch Trainer Torsten Busch geknickt. „Wir haben in der Crunchtime im vierten Satz ein paar falsche Entscheidungen getroffen. Da fehlte uns die nötige Lockerheit und auch ein bisschen der Mut.“ Trotz der Niederlage sah Busch aber eine deutlich bessere Leistung seiner Mannschaft als im Derby gegen den Oldenburger TB. Und das lässt für das schwere Auswärtsspiel gegen die SF Aligse am kommenden Samstag hoffen.

Zu den wertvollsten Spieler ernannten die Trainer die beiden Zuspieler:
Jannes Jargow (links) und Johannes Grodde (rechts)
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